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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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Vor ihm zagten die seligen Götter, und fesselten Aeus nicht.Dessen erinncr' ihn nun! Dich zu ihm setzend, umfasseSeine Knie' und bitt' ihn, er wolle den Troern beistehn,Wolle schlagen und drängen die Griechen bis dicht vordie Schiffe,

Daß sie insgesammt genießen ihres Beherrschers; 410

Und auch Atreus weitgebietender Sohn, Agamemnon,Fühle die Schuld, entehrt den tapfersten Griechen zuhaben.

Ihm antwortete drauf die Göttinn, Thranen ver-gießend :

Ach! was mußt' ich dich, Kind, gebären zum Unglückund aufziehn?

Daß du doch thränenlos und ungekränket hier säßest, 415Da dir ein Kurzes nur, ganz Kurzes! zu leben be-stimmt ist!

Sterblich bist du so früh, und über Alles doch elend!Darum gebar ich dich daheim zur Stunde des Unglücks.Doch bald fahr' ich hinan zum hochbeschneitcn Olympos,Meld' es dem donnerfrohen Kronion, ob es ihnrühret. 420

Du bleib' sitzen indeß bei den schnellhingleitendenSchiffen,

Zürne den Griechen fort, und enthalte des Kriegesdich gänzlich.

Aeus ging gestern zum Mahl an den Ocean hin zuden frommen

Aithiopen, und ihn begleiteten sämmtliche Götter.

Nach zwölf Tagen kehrt er wieder zurück zum Olym-pos. 425

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