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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
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Voll neun Tage beflogen das Heer die Pfeile desGottes.

Aber am zehnten berief Achill das Volk zur Ver-sammlung.

Here gab's ihm in's Herz, die lilicnarmige Göttinn, 55

Denn es jammerte sie, das Volk so sterben zu sehen.

Als nun Alles versammelt und dicht zusammen ver-eint war,

Da erhob sich und sprach der schenkelgeschwinde Pelide:Atreus Sohn, nun furcht' ich, wir werden den vo-rigen Irrweg

Rückwärts 'müssen ziehn, dasern wir entrinnen demTode. 60

Denn so Pest, als Krieg, bekämpfen vereint die Achaker.

Aus denn, und laß uns Einen der Seher, oder derPriester,

Oder der Traumausdeuter, denn Traum auch kommenvon Gott her,

Fragen, warum er so hart uns zürne, Phoibos Apollon?

Reizten Gelübde vielleicht ihn aus, vielleicht Heka-tomben? 65

Will er durch Lämmer erst und ausgekorener Ziegen

Opferduft versöhnt, uns von der Plage befreien?Sprach's; und setzte sich hin. Hierauf erhob sich vorihnen

Kalchas, Thestors Sohn, der Vogeldeuter Bewährtster.

Kundig der Gegenwart, der Vergangenheit, und derZukunft, 70

Halt' er gen Ilion schon der Danaer Schiffe geleitet,

Durch die Seherkunst, die ihm Apollon verliehen.