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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
Seite
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bieten. Weil aber meine Augen die Augen eines Ein-zigen, und weder allsehend, noch auch' vielleicht nurvielsehend sind, so will ich Aller Augen, die sehen kön-nen und wollen, zu Hülfe nehmen, ehe ich meine Ar-beit in einer besonderen Ausgabe der letzten Hand un-veränderlich in das Publicum sende. Zu dem Endesoll meine ganze Ilias, Gesang für Gesang, in demJournale von und für Deutschland, wenn das demPublicum nicht zuwider ist, als ein Aushang erscheinen,und ich lade alle 8u1c>res ultra et vitra erepi6smhiermit feierlichst ein, ihr Heil auf alle mögliche Artdaran zu versuchen.

Ich verspreche mir von dieser, obwohl bisher nochziemlich ungewöhnlichen, dennoch sehr bequemen Art,Urtheile, Erinnerungen und Rathschlage über ein Werkder Kunst einzusammeln, welchem man Vollendung undDauer zu geben sucht, fast mehr Vortheil, als einOdeum der Alten gewahren konnte. Denn da ich meinWerk in kleineren Theilen nach und nach schriftlich derMusterung unterwerfe, so behalten die Prüfer Mußeund Lust, sich desto tiefer auch in einzelne Kleinigkeitendes Sprachausdrucks sowohl, als der Rhythmik undVersisication, durch und durch einzulassen, als woranmir hauptsächlich gelegen ist. Allgemeine, unbestimmte,mit keinen Beispielen belegte Aussprüche des Lobes oderdes Tadels, wie sie gewöhnlich aus unfern Recensions-Buden erschallen, können mir nichts helfen, wenn sievielleicht auch richtig wären. Ich meine damit jeneLob- und Tadel-Formulare, welche, mutati8 mutanäis,wie ein Gevatterbrief, auf Alles passen, und zu Nutz,