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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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dm, so wie eben auch Griechischer, mag der Schooßder Möglichkeit vielleicht noch genug in sich enthalten.Denn wer will, wer kann dem unausmeßlichcn Vermö-gen des menschlichen Geistes Schranken setzen? Undvielleicht läßt sich nicht bestimmen, welche von den vie-len möglichen, oder dereinst noch wirklichen, den übri-gen den Vorzug abgewinne. Aber gleich wie, vermögemetaphysischer Gesetze, Homers einzige Griechische Iliasnicht zwei Mal da seyn kann, also dächte ich, könnteauch nur ein einziges Mal die Eine die höchst getreue,höchst Homerische Verdeutschung Jener, die gleichsamauf der Gränze des non plus ultra der Deutsche Wi-derhall des Griechischen Originals wäre, vorhanden seyn.Diese Einzigkeit wird mir nun zwar vielleicht insich wohl zugegeben. Aber wer bringet sie ganz inseine Gewalt? Auch die Starken mögen zu Hundertendaran zupfen und rupfen; mögen immer Einer mehrdavon an sich reisten, als der Andere. Aber das Ganze,das Ganze! Wer erobert das? Kein Mensch inder Welt erstrebt das Alles, was ihm gleichwohl zu er-streben möglich wäre. Gleichwohl kann ich nicht läug-nen, daß ich den feurigen, stolzen Wunsch häge, einso vollendetes dauerndes Werk der Treue aufzustellen,welches, wenn cs auch nicht überall und bis zum Klein-sten das Aeußerste, oder wohl gar Unmöglichkeiten, de-ren doch gewiß nicht wenige sind, möglich macht, den-noch jedes getreuere im Ganzen genommen, so langeausschließt, als unsere Sprache diejenige bleibt, die siejetzt ist. Diesen Wunsch zu erstreben, bot ich meinganzes Vermögen auf, und werde es ferner noch auf-