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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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würde zu Stunde gebracht haben, aber nimmer undnimmer Homers Ilias, wenn ich auch unumschränkterBeherrscher beider Sprachen gewesen wäre. Die jam-bische Verdeutschung war meine erste Jugend-Idee,und ich trieb die Hartnäckigkeit ziemlich weit, auch deneigenen bessern Einsichten des Mannes nicht nachgebenzu wollen. Ich bereue indessen die Zeit und Mühenicht, welche ich an eine jambisirte Ilias, die wirklichauch größtenteils fertig geworden ist, aber nie öffent-lich erscheinen wird, verwendet habe. Denn ich fühle,wie mich diese athletische Anstrengung gestärkt hat.Das lange, beharrliche, und dennoch oft vergeblicheDurchwühlen des ganzen Sprachschatzes mußte mirnothwendig eine genauere Kenntniß desselben erwerben,als ich sonst jemals erlangt haben würde. Wenn ichnunmehr wirklich etwas in der Sprache vermag, undeine größere Geschmeidigkeit der Glieder mir half, michnäher an mein Original zu schmiegen, als irgend einermeiner Vorgänger, so habe ich cs vielleicht blos jenerUebung zu danken.

Meine neue Arbeit nähert sich nunmehr ebenfalls ihrerVollendung. Es möchte scheinen, als wollte ich damitalle Werke meiner Vorgänger, und sogar auch der Bes-sern unter ihnen, ganz nieder gearbeitet haben. Wermir aber diesen Dünkel beimißt, der beurthcilt michganz falsch. Ich läugne zwar nicht, daß ich cs möchte,wenn ich könnte. Allein sowohl die Stolbergische Ueber-setzung, als die neue Leipziger des Ungenannten, habenzu viel eigentümliche angeborene Schönheit und Stärke,daß Niemand, wär' er auch gleichfalls und noch so