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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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B. Ja, da haben Sie freilich Recht. Denn welcheNordische Sprache, mit ihren vielen starkleibigen, ein-oder zweisilbigen Wörtern, hinten und vorn mit ras-selnden Eonsonanten verpanzert, bei deren Niedertrittder Boden dröhnt, wäre wohl im Stande, den leichtenflüchtigen Griechischen Hexameter in seinem schwebendenGange, der kaum die Spitzen des Grases krümmt, nach-zubilden? Aber dessen ungeachtet.....

A. So? Das erkennen Sie doch? Dessenun-geachtet aber wollen Sie, daß eine Sprache, dieweit weniger, und ganz andere Gelenke hat, einerSprache, die ganz und gar Gelenk ist, ihre Zauber-künste nachmache? Wozu, um's Himmels willen!jene Prostitution für sie selbst? Wozu die Nicht-befciedigung und das Mißvergnügen der Zuschauer?Der Grieche tanzet Heldentanz; der Deutsche,der das nicht kann, schreitet dafür Helden schritt.Kommt nun Jeder auf seine Weise mit Ehren an'sZiel, so ist der Zuschauer zufrieden. Aber wie, wennder Letzte den Tanz des Ersten plump nachtanzte? Wiewiderwärtig dem Zuschauer! Wie fatal die Verglei-chung für den ungeschickten Tänzer!

B. Mit Gunst! Nicht so despectirlich von unsererDeutschen Muttersprache! So plump und unbiegsamist sie denn doch wahrhaftig nicht. Ich sollte denken,wir hätten gar herrliche Deutsche Gedichte in Hexame-tern und andern Griechischen Sylbenmaaßen, denen anGriechischem Wohlklange nichts abgeht.

A. Ei, Lieber, dawider Hab' ich ganz und garnichts. Doch hören Sie einmal! Bekanntlich ist unsere