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Gerat»' entgegen. Als sie nah genug
Sich waren, warf voll Mordbegier der Gott, 1070
Woran sich streckend, über Zaum und Joch
Die ehrne Lanze hin. Doch die ergriff
Minerva stracks, und wendet' ihren Flug,
Vorbei dem Wagen, in die leere Luft.
Nun schwang der schlachterfahrne Diomed 1075
Den ehrnen Speer, und Pallas trieb ihn tiefIhm in den Wanst, wo ihn der Gurt umfing.
Die Spitze traf, zerriß die schöne Haut;
Und wiederum zurück zog sie den Speer.
Der ehrne Kriegsgott aber brüllt' empor, 1080
Gleichwie, wenn eine Menfchenfchlacht beginnt,
Zehn tausend Krieger schrein. Entsetzen fuhrDurch alles Volk umher. So brüllte Mars,
Der unersättliche Verderber, auf.
Wie schwarze Nacht aus Donnerwolkcn bricht, 1085Wann schwüler Wind sich fürchterlich erhebt,
Und brauset: so erschien der ehrne Mars
Itzt Diomeden, als er sich empor
Zum weiten Himmel hob. Er langte bald
In den Olymp, den hohen Göttersitz. 1090
Hier warf er ächzend neben Zeus sich hin,
Und zeigt' ihm das unsterbliche Geblüt,
Das seiner Wund' entquoll, und rief den ZeusMit schnell beschwingten Jammertönen an:
Entrüsten denn, o Vater Zeus, dich nie 1095So ungeheure Thaten? Was für WehHat das Geschlecht der Götter nun nicht schon,