Der Wohnung der Unsterblichen. Hier hielt 450Die schnelle Iris an, und spannt' es ab,
Und warf ihm ein ambrosisch Futter vor.
Die holde Aphrodite aber warfDionen, ihrer Mutter, sich zu Fuß.
Dione schlang die Arme um ihr Kind, 455
Und streichelte sie mit der Hand, und sprach:
Wer von den Himmlischen, du trautes Kind,
Hat solchen Frevel gegen dich verübt?
Als hattest du recht Großes mißgethan!
Da sprach die holde Aphrodisia: 460
Verwundet hat der übermüthigeTydide mich, weil ich der SchlachtgefahrAeneen, meinen liebsten Sohn, entriß.
Nicht zwischen Troern und Achäern nur
Tobt jetzt die Schlacht. Auch den Unsterblichen 465
Entgegen streiten jetzt die Danaer.
Hierauf Dione, die erhabensteDer Himmlischen: Ertrag's, mein Kind! Halt's aus;Ob's freilich schmerzt! Welch herbes UngemachErtrugen nicht schon viel Olympier 470
Vom irdischen Geschlecht! Ertrug's doch Mars,
Als Otus und der tapfre EphialtMit starken Ketten einst ihn fesselten.
Gebunden lag er dreizehn Monden lang
Zm ehrnen Kerker, ganz verkommen war' 475
Der nimmer schlachtensatte Gott allhier,
Wenn Eriböa nicht dem Hermes nochEs angesagt. Der stahl den Leidenden,
Ganz von den harten Fesseln wund gefeilt,