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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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Aeneens edeln Rossen in's Geschirr, 390

Und riß sie fort, nach den Achäern hin,

Und übergab sie dem Deipylus,

Dem Freunde, gleichen Sinns mit ihm, und ihmVor allen seinen Streitgenossen lieb,

Sie bis zum Schiffsgelager fortzuziehn. 395

Er aber schwang zu Wagen wieder sich,

Ergriff das blinkende Gezaum, und trieb

Im Hui sein ehernhusiges Gespann

Tydiden nach, der hinter Venus her

Mit ausgestreckter Mörderlanze war. 400

Denn kund war ihm, daß diese Göttinn schwach,

Und keine derer sey, die über Krieg

Und Schlacht der Erdensöhne walten, wie

Athene und die Stadteschleiferinn

Bellona thun. Und als der Kühne sie, 405

Verfolgend durch das Schlachtgewühl, erreicht,

Da fiel er aus, und schoß ihr lang gestrecktDie scharfe Lanzenspitze nach, und trafDie zarte Hand. Das himmlische Gewand,

Von Grazien gewebet, und die Haut 410

Am Ball der Hand durchbohrte das Geschoß.

Und ihr entquoll unsterbliches Geblüt,

Ein Ichor, wie die Seligen durchwallt.

Denn sie genießen weder irdisch Brot,

Noch dunkeln Wein. Drum sind sie ohne Blut, 415

Und leben ewiglich. Laut weinte jetzt

Die Göttinn aus, und ihr entsank der Sohn.

Doch ihn entriß, in Nebelnacht verhüllt,

Apollo, daß das eherne Geschoß