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Aeneens edeln Rossen in's Geschirr, 390
Und riß sie fort, nach den Achäern hin,
Und übergab sie dem Deipylus,
Dem Freunde, gleichen Sinns mit ihm, und ihmVor allen seinen Streitgenossen lieb,
Sie bis zum Schiffsgelager fortzuziehn. 395
Er aber schwang zu Wagen wieder sich,
Ergriff das blinkende Gezaum, und trieb
Im Hui sein ehernhusiges Gespann
Tydiden nach, der hinter Venus her
Mit ausgestreckter Mörderlanze war. 400
Denn kund war ihm, daß diese Göttinn schwach,
Und keine derer sey, die über Krieg
Und Schlacht der Erdensöhne walten, wie
Athene und die Stadteschleiferinn
Bellona thun. Und als der Kühne sie, 405
Verfolgend durch das Schlachtgewühl, erreicht,
Da fiel er aus, und schoß ihr lang gestrecktDie scharfe Lanzenspitze nach, und trafDie zarte Hand. Das himmlische Gewand,
Von Grazien gewebet, und die Haut 410
Am Ball der Hand durchbohrte das Geschoß.
Und ihr entquoll unsterbliches Geblüt,
Ein Ichor, wie die Seligen durchwallt.
Denn sie genießen weder irdisch Brot,
Noch dunkeln Wein. Drum sind sie ohne Blut, 415
Und leben ewiglich. Laut weinte jetzt
Die Göttinn aus, und ihr entsank der Sohn.
Doch ihn entriß, in Nebelnacht verhüllt,
Apollo, daß das eherne Geschoß