99
Der Bogenschütze Pandarus, ein Sohn 300
Lykaons, und Aeneas, EppricnsUnd des großherzigen Anchises Sohn.
Drum auf geschwind! Steig auf, und laß uns fliehn!Nicht wüthe mir im Vordertreffen so,
Daß nicht dahin dein edles Leben sey! 305
Und trutzig sah der Held ihm in's Gesicht:
Mir nichts von Flucht! Ein eitler Rath war der!
Mir ziemt der Kampf im Hintertreffen nicht!
Ziemt keine Furcht! Noch fühl' ich volle Kraft;
Und acht' auch drum des Kriegeswagens nicht. 310Zu Fuß will ich entgegen gehn, denn mirVerbeut zu zagen Atheneens Schutz.
Fürwahr! Nicht Beide soll ihr rasches SpannDem Tod' entziehn, entrann auch Einer mir.
Du aber, hör' und merke dir dies Wort! 315
Verleiht die weise Göttin» mir den Ruhm,
Sie Beide zu erlegen, so halt' anMit unserm Wagen, Hang' die Zügel ein,
Und eile jach Aeneens Rossen zu,
Und treib' sie fort nach den Achäern hin. 320
Wiß'I diese Rosse sind von jener Zucht,
Die einst der Donnrer Zeus dem alten TrosFür Ganymeden gab. Die herrlichsten,
So je Aurora oder Titan sah.
Denn Fürst Anchises stahl von ihrer Art, 325
Und führte, heimlich vor Laomedon,
Die Stuten vor. Von diesen fielen ihmDaheim sechs Füllen. Vier erzog er selbstAn eigner Krippe. Zwei, bequem zum Streit,
7*