Wo, Pandarus, wo ist dein Bogen heut?
Wo die beschwingten Pfeile? Wo dein Ruhm,
An welchem rings umher dir Keiner gleicht,
Noch wer in Lycien sich größer wähnt?
Wohlauf! erhebe dein Gebet zum Zeus, 215
Und schnell' einmal auf Jenen dein Geschoß,
Der dort so schaltet, wer er immer sey!
Der uns schon so viel Unheil angethan,
So vieler Stacken Nerven abgespannt!
Ist er nicht anders ein entrüsteter 22V
Olympier, der Opfer halber zürnt.
Denn Göttcrzorn ist schrecklich zu bestehn.
Hierauf Lykaons hochberühmtcr Sohn:
Aeneas, Fürst der erzgepanzertcn
Trojaner, dieser Mann dünkt überall 225
Dem streiterfahrnen Diomed mir gleich.
Sein ist der Schild und sein der hohe Helm,
Und das Gespann. Doch kann's ein Gott auch seyn.Ist er ja Tydeus schlachtgeübter Sohn,
Tobt er doch so nicht ohne Gotteskraft 23V
So steht ihm einer der Unsterblichen,
In Nebel unserm Blick verhüllt, zur Hand,
Und wendet von ihm weg den schnellen PfeilNach Andern hin. Längst schoß ich einen ab,
Der durch des Kettenpanzers Höhlung tief 235
Ihm in die Schulter fuhr, und wähnte fest,
Ihn zu befördern in das Schattenreich.
Allein umsonst! Gewiß zürnt uns ein Gott.
Ha! Hält' ich heut Geschirr und Rosse hier!
Da stehn mir nun elf Kriegeswagen heim, 24V