36
Und er hielt innen mit der schweren FaustAm Silbergriff, und stieß das lange SchwertGehorchend rückwärts in die Scheid' hinab.
Sie aber hob sich wieder himmelan,
Zur Wohnung Zevs und der Unsterblichen.
Mein Achill ließ noch nicht ab vom Zorn,
Und Hub von neuen hart zu schelten an:
Du Trunkenbold, mit deinem WolfesblickUnd deinem Rehherz! Nimmer hat's dein MuthGewagt, sich mit dem Heer vereint zum KampsZu waffnen; nimmer mit den WackerstenIm Hinterhalt zu harren. Denn dies dünktDir arg, wie Tod. Behaglicher mag's seyn,Durch's weite Heer der Griechen Jedes PreisAn dich zu raffen, der dir widerspricht.
O König und Erwürger deines Volks!
Nichtswerthe sind es, die du unterjochst! —Fürwahr! Sonst war' es deine letzte Schmach. —Doch ich verkünd' und schwöre dir darobDen hohen Schwur: So wahr dies Zepter hierNie wieder Zweig' und Blätter treiben, nochJe wieder grünen wird, nachdem's einmalVom Stamm auf dem Gebirge losgetrennt,
Und Rind' und Blätter rund herum das ErzHerab geschälet, daß in Händen dieAchäer es als Rüger führeten,
Zu wahren alle Satzung Kronions, —
Dies sey an dir ein unentweihter Schwur! —
So wahr soll sehnendes Verlangen nochDie Schaaren der Achäer insgesammt
310
315
320
325
330
335