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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
Seite
35
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Gleich liebte, und bekümmert um sie war.

Sie hielt am Rücken des Achill, ergriffIhn bei dem goldnen Haare, ihm alleinNur sichtbar; denn kein Andrer schaute sie.

Der Held erbebte, wandte sein Gesicht, 280

Erkannte bald die Göttinn Pallas, derDie Augen schrecklich funkelten, und HubZu ihr mit schnell beschwingten Worten an:

Was fuhrest du, o Tochter Aegioch's,

Herab? Damit du sähest diese Schmach 285

Von Agamemnon? Ha! Ich schwöre dir's,

Hoff' auch, daß es vollendet werden wird,

Verderben soll ihn bald sein Uebermuth!

Ihn aber redte die blauäugigeMinerva an: Zu stillen deinen Zorn, 290

So du gehorchest, fuhr ich vom Olymp,

Herab gesandt von Juno, die euch ZweiGleich liebet, und bekümmert um euch ist.

Wohlan! Laß ab vom Zwist! Zeuch nicht dein Schwert.Mit Worten aber schilt ihn! Denn mein Mund 295Verkündet dir, was bald geschehen wird:

Es sollen drei Mal so viel herrlicheGeschenke wegen dieser Schmach dereinstDir werden. Drum gehorch' und zähme dich.

Da sprach der rasche göttliche Achill: 300

Es ziemet sich, daß ich auf eur Gebot,

O Göttin, acht', ob itzo schon in mirMein Herz ergrimmet, da mir's besser ist.

Denn wer auf das Gebot der Götter merkt,

Der wird von ihnen wiederum erhört. 305

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