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bisiren darf, daß sich immer mit einem oder zwei Ver-sen der Verstand endige, daß Cäsur und Ruhepunktimmer einerlei bleiben; sondern man muß die Jambensich so aus einem in den andern und dritten Vers fort-walzen lassen, daß die Declamation das Ohr mit einerwohl gefallenden poetischen Periode fülle, deren Langeoder Kürze, männlicher oder weiblicher Ausgang denTon des Ganzen schon ziemlich abandern. Ueber diesgeht es ja an, nicht immer die ganz reinen Jamben zunehmen, sondern auch Dactylen, sonderlich am Endeder Verse zu Jamben zu machen. Bei der Declama-tion brauchen diese Dactylen hernach nicht jambisch aus-gesprochen zu werden; welches keine übele Wirkungthun, und die Abwechselung sehr erleichtern wird. Solltecs denn außer dem dem Uebersetzer nicht erlaubt seyn,auch unsere besten Anapästen und Dactylen nach Artder alten Jamben mit einzumischen? — Und bisweilendes Schlußfalls wegen eher Verse leer zu lassen, alsdem Originale ungetreu zu werden, und die Harmoniedurch Flickwörter zu stören? —-
Zuletzt muß ich noch ein Wörtchen mit denen reden,welche eine Uebersetzung in Prosa haben wollen. Ichglaube, es werden Wenige seyn, die dies verlangen;und vor einiger Zeit war ich auch noch unter diesenWenigen. Ich habe mancherlei Versuche einer prosai-schen Uebersetzung zu meinem Vergnügen gemacht. EiwKnabe kann mit seinem Steckenpferde so vielerlei nichtvornehmen, als ich mit meinem Homer, schon ehe ichEphebus war, gethan habe. Ich gab mir die äußersteMühe, meine Prosa nach den Gesetzen des Wohlklanges,