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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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wie Homer, sang gewiß nichts, was in seinen Zeitenniedrig und unwürdig seines Gegenstandes geklungenhatte. Wenn sich also der Uebersetzer mehr auf dieSeite der Veredelung des Ausdrucks lenket, so thut erdem Homer doch noch keine Wohlthat, sondern er laßtihm weiter nichts, als sein Recht widerfahren. Werruxrchtteckkg Wohlgestiefelte übersetzt, der thutdem alten Manne Unrecht; denn das Griechische machtegewiß auf die Griechen einen andern Eindruck, als dasDeutsche auf uns. Ich denke mein Wort, Fußge-harnischte, hat eher den Gehalt des Griechischen.Wild und rauh mag der Deutsche Ausdruck immerhinklingen; aber nur nicht unedel und lächerlich. Wie werdeich z. B. folgendem Verse im Deutschen seinen Gehaltzuwägen?

Die stärkste Präsumtion für den Homer ist da, daßdieses in den Ohren der Griechen nicht pöbelhaft undunedel geklungen habe. Den Hund muß ich aus derUebersetzung heraus lassen. Denn sonst schimpfte Achillwie ein Deutscher Oberster; und welchem Leser würdedas nicht anstößig seyn? Ich übersetze so:

Du Trunkenbold, mit deinem WolfesblickUnd deinem Rehherz!

Mir däucht, ich habe dem Homer Recht widerfahrenlassen. So wird dem Agamemnon zwar derb und un-verblümt gesagt, was er ist; aber doch nicht unter demErnste der Epopee, und nicht mit Schimpfwörtern, dieeine lächerliche oder ekelhafte Nebenidee erwecken könn-ten. Hündisch wirkt schon anders in den Ohren als