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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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die heutige; denn dort steht das Hauptzeitwort, welchesdie Art der Handlung in einem Gemählde oder einerBeschreibung anzeigt, oder den Verstand der ganzenPeriode bestimmt, mehrentheils zu Anfänge derselben,und die übrigen Bestimmungen folgen nach. In derneuern hingegen schleppet es Kanzellep-Stpl mäßig hin-ten nach, welches den Styl äußerst langweilig macht.Vermöge des voran gehenden Zeitworts wird dem Leserschon zum voraus, ehe er weiter liefet, ein Hauptum-riß des Gemahldes, oder des Gedanken, der folgensoll, geliefert, welcher durch die nachfolgenden Bestim-mungen vollends ausgebildet wird. Hierdurch wird dieSeele des Lesers auf's geschwindeste erfüllt, und esverschwindet das Leere in der Zeit, die er anwendenmußte, die Periode erst auszulesen. Ich habe keinenPlatz zu Beispielen, aber man wird ihrer genug finden,welche dieß Alles bestätigen. Man schlage nur LuthersBibel-Uebersetzung und seine übrigen Schriften nach;auf jeder Seite find welche. Die poetischen Bücherder heiligen Schrift hat Luther mit dem besten Ge-schmacks, für seine Zeiten, so echt Deutsch und so feu-rig übersetzt, daß man darüber erstaunen muß. Einfleißiger Sprachforscher müßte unsere neuere Sprachemit den vortrefflichsten Schätzen aus den Schriftendieses bewundernswürdigen Mannes, wovor unserenI1omiuibu8 äelioatulis so ekelt, bereichern können.Solche Schriften, die alten Minnesänger, die Rhyth-men, welche in in Schilters Thesaur stehen, nebstandern Ueberbleibseln der älteren Sprache und Dicht-kunst, von den Minnesingern an bis nach Opitz her-