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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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große Aehnlichkeit mit den Plattdeutschen haben, welchedem Leser, dem dieser Dialect geläufig ist, das Lachenerwecken könnten. Ueberhaupt aber müssen sie edel seyn,und nichts Komisches, Niedriges und Pöbelhaftes imGebrauche an sich haben, sonst würden sie ebenfalls dieÜbersetzung, statt ihr ein ehrwürdiges Ansehen zu ge-ben, nur lächerlich machen. Gleiche Wirkung mit denalten haben, wenn ich nicht irre, auch die ganz neuen,die aber der Uebersetzer selbst gebildet haben muß. Siehaben eben das Ungewöhnliche, als jene, und werdenfolglich gleichen Eindruck auf den Lefer machen können.Denn das muß einem Uebersetzer des Homer schlechter-dings erlaubt seyn, wie ein zweiter Shakefpear oderKlopstock despotisch mit seiner Sprache umzugehen. Ersoll so lange mit ihr ringen und kämpfen, bis sie sogeschmeidig geworden, daß sie sich dem Gedanken desOriginals auf's genaueste anschmiegt. Er muß Machthaben, zusammen gefügte Wörter aus einander zu reis-sen, und einfache zusammen zu fügen. Doch verstehtsich's, daß er immer auf die Analogie der SpracheRücksicht nehmen muß. Daher frage der Leser nicht:Sagt man auch so? Denn darunter versteht ergemeiniglich: hat schon Wer so gesagt? Sondern erfrage: Kann man so sagen? Ist dieser Ausdruck,diese Redensart, diese Wendung dem Genie der Sprachegemäß, oder schnurstracks zuwider. Ueberhaupt sey manhier langsam und bedächtig im Urtheilen, denn öftersverdankt man nachher dem Schriftsteller eine Kühnheit,die uns Anfangs anstößig schien. Dieses sey allen un-befugten Tadlern aus dem stillen und lauten Publicum