8
bm sind, theils wegen ihres seltenen Gebrauchs einsehr veraltetes Ansehen haben. Der Verlust einiger istvielleicht eben so gut durch andere in der neuernSprache ersetzt worden. Wenn das aber auch ist, sohandelt der Uebersetzer des Homer doch zweckmäßig,wenn er sich auch der Wörter von der letzten Gattungbedienet. Denn er soll alte Wörter hervor suchen, nichtallein, weil sie gut, und besser, als die neuern sind,oder weil vielleicht dem Gedanken kein anderer, als einalter Ausdruck anpasset; sondern er soll auch alte Wör-ter gebrauchen, weil sie alt sind. Das Wörtchensint ist vielleicht nicht um ein Haar besser, als dasneuere seit, und so gibt's viele andere verlegene Wör-ter, wofür man ein eben so gutes neues aufstellenkann; dessen ungeachtet soll der Uebersetzer des Homerdas Alte wählen. Dies mag Manchem sehr sonderbarklingen. Allein ich habe Recht, wenn der Uebersetzerauch die größten Kleinigkeiten nicht ungebraucht lassensoll, um seiner Übersetzung den Charakter und dasAnsehen des Alterthums zu geben. Nur müssen solcheWörter nicht schon gar zu alt und unverständlich seyn.Der Leser, der nicht affectirt und sich närrisch dabeianstellt, muß sie noch gut im Zusammenhänge errathenkönnen. Für die aller besten halte ich diejenigen, welchein solcher Entfernung von dem Gebrauche unserer Zei-ten stehen, daß sie uns zwar etwas fremd und unge-wöhnlich klingen, aber doch noch nicht so weit in'sAlterthum zurück gewichen sind, daß man sie gar nichtmehr ohne Perspectiv, das ist, ohne Glossarium erken-nen kann. Auch müssen diese Wörter keine gar zu