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zu der Ehre eines Vorläufers dessen, der kommen wird^gelangen. Für mich Ehre und Belohnung genug lDenn was ist daran gelegen, ob ich, oder ein anderermein Vaterland bereichere, wenn es nur wirklich etwas-erhalt. Der ehrliche, und echte Patriot sucht seinenhöchsten Ruhm in des Vaterlandes Ruhme. Er freuesich, das Gebäude des vaterländischen Ruhmes unter-stützen zu helfen, wenn es gleich am untersten und ver-borgensten Orte wäre, wo sein Verdienst keinem Men-schen in die Augen fallen kann.
Welches ist der Standort und die Entfernung,woraus der heutige Deutsche einen Deutschen Homerbetrachten soll? Ich glaube, es ist eben der Standort,aus welchem der Grieche des blühenden PlatonischenZeitalters seinen originellen Homer ansah. Damalsstanden Sitten und Literatur in Griechenland auf derhöchsten Stufe der Verfeinerung. Daß sich's mit unsjetzt eben so verhalte, möchte ich aus Patriotismusnicht sagen. Denn mein feurigster Wunsch ist, daßunsere Literatur noch lange so fort steigen möge, als siein den letzten Jahren gestiegen ist. Das aber getraueich mir zu behaupten, und mein Herz erweitert sichdabei, daß wir jetzt auf einer Stufe stehen, auf derwir uns in vieler Absicht mit den Griechen messen kön-^nen. Ist dieses wahr, so hoffe ich, man wird meinemSatze Recht geben, daß wir einerlei Standort und Ent-fernung mit ihnen nehmen müssen, um von dem Ob-jecte unseres Anschauens eben die Eindrücke, wie sie,,zu erhalten. Wie kam aber den Griechen aus derEpoche ihrer Verfeinerung Homer vor? — Als ein.