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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
Entstehung
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zum Spiele des andern aufgebaut hatte. Eineschwankende auf Vorurtheile und Starrsinn ge-gründete Metaphysik konnte sich nie bis zum ent-scheidenden Tribunal fortsckwingen, einer oderder andern Parthei das ansschliessende Recht mitEvidenz zu sprechen. Und so blieb das alteMißverständniß über das Recht der Vernunft inReligionssachen bis auf den heutigen Tag. DerDogmatiker blieb dem Skeptiker, der Philosophdem Theologen, der Naturalist dem Snpernaku-ralisten ein Dorn im Auge; und das Bedürfnißeiner befriedigenden Antwort zur Wiederherstel-lung der allgemeinen Ruhe wuchs in eben demMaße, als der Streit in neuern Zeiten die ge-fährlichste Wendung der Verzweiflung auf dereinen, und der Gleichgültigkeit auf der andernSeite nahm. '

Die Antwort auf die Frage:Welches sinddie eigenthümlichen Rechte der Vernunft in Reli-gionsfachcn? " wird sich in dem Verhältnisse im-mer mehr und mehr aufhellen, wird dem empfäng-lichen Denker behaglicher und friedestiftender wer-den, in welchem seine mißverstandene Metaphysik

nach