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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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k-n, (und das sollte doch ein Freund der Wahr-heit ) so wurde man jene Ausschweifungen mitecht philosophischer Strenge der Unbild derZeiten, und nicht dem Gesetze, nicht derKirche, zur Last legen. Dem, sehet, meine Leser! und daS wird kein Geschichtkundigcr laugnenwenn man im Puncte der Unenthaltsamkeit derGeistlichen die vergangenen Zeiten, so viel wirnach den geschichtlichen Quellen, die wir über dieseSache haben, davon wissen, mit den heurigen ver-gleicht : so muß man gestehen, t wie es auch HerrPfarrer H. Seire 8>. in der Mitte gestehet) , daßes ehemals ohne Vergleich ärger war. als es heutzu Tage ist. Belege davon sind die Geschichten,welche Herr Pfarrer H. und der Anonyme auSdem Zeitalter Carls des Großen, dann aus denfolgenden Jahrhunderten, bis in das siebenzehnte,anführen.

O meine Leser von beyden Parteyen! hattenwir Bischöfe, wie wir sie haben sollte»; hätten dieseBischöfe die Kirchengüter, die sie haben sollten;genössen sie aller Unterstützung von den Regenten,die sie von ihnen als Schutzvdgten der Kirche er-warten könnten; harmonierten die Regenten mitdem Oberhaupte der katholischen Kirche; hätten wieendlich alles, was ich oben zu erstürmen aufgege-ben : dann erhielte die heilige Kirche keine andern.