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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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freyen Künste, deren jede ihm genußreiche Erhoh-lung verspricht, freundlich einladend vorüber.

So lebt der Weise, thäkig in seinem Berufezum Wohl der Welt, mildthatig im Verborgenen,gesund, kräftig, heiter, offenen Sinnes für allesSchöne, nicht gebunden an die Erde, frey wie einGott!

Aber er lebt auf dem Wandelstern, Erde, womit Sonnenblicken trübe Tage wechseln, wo Krank-heiten den Gesundesten nicht schonen, wo Theurungunser Ersparniß verzehrt, wo Empörungen gahren,Kriege wüthen, wo Verdienst mißkannt, Tugendverachtet, Frömmigkeit verspottet wird.

Doch — alles geht vorüber; heute nur lebt derMensch, morgen ist er nicht mehr!

§ XIX. Was vermissen meine Leser in demLeben dieses Weisen? — „den Ehestand!" — sa-gen meine Gegner. Wie! Ihr Unbarmherzigen,wolltet Ihr wohl das hohe Glück dieses ManneS,dessen Höhe freylich der große Haufe sinnlicherMenschen nicht erreichen kann, stören? stören seineBerufsarbeiten, seine frey gewehlten Studien, seineangenehmen ^unstübungen, seinen süßen Zeitvertreib,seine Betrachtungen der Werke GvlteS im Reicheder Natur, der Vorsehung und der Gnade, seine»Umgang mit Gott, seinen erquickenden Schlaf, seinheiteres Erwachen, seine Hurtigkeit zur Arbeit,