Vorsätzen auf den morgenden Tag, zum Umgängemir Gott und himmlischen Geistern in wonnigenErgießungen des Herzens, sey eö in der feyerlichenStille eines Waldes, wenn Jahreszeit und Wit-terung dahin einladen, oder in seinem einsamenZimmer, das ihm täglich heimlicher wird, jede Ge-sellschaft aufwiegt, und die liebste Gesellschaft ihmgewährt, — seinen Gott und sich selbst!Die Pfeil - schnelle Flucht des Lebens , die Naheder Ewigkeit, beständig ins Auge fassend, wird erdie Lebensregcl der Weisen: „vereinfache deine Ge-schäfte !" treu beobachten, und mit der einzigenSorge, daß er getrost vor dem Richter der Welterscheinen möge, wird er jede» Tag beginnen, jedenTag beschließen. Nach einem kleinen Nachtmahl,das nur den Hunger stillt, nicht die sinnliche Eßlustbefriedigt, den Körper nicht beschwert, die Säftenicht erhitzet, und den Geist heiter läßt, legt ersich zur Ruhe, und gedenket noch bethend mit brü-derlicher Theilnahme der Kranken, in GefängnissenSchmachtenden, ach! so vieler Leidenden, die nacheincr Stunde erquickenden Schlummers vergebensschmachten.
Werden ihm nach seinen Berufsarbeiten freyeStunden zu Theil, so gehen vor seinen Blicken dasStudium der Natur, dir schönen Wissenschaften und