Lch will mich aber diesem Reize nicht überlassen,sondern dafür meine Leser, besonders die jünger» ,herzlich bitten, die Geschäfte und Arbeiten desGeistlichen, seine amtlichen sowohl, als selbst ge-mehlten, mit Rnhe zu überdenken; und sie werdensich selbst und mir bekennen müssen, daß das Pre-digtamt, die Verwaltung der heiligen Sacramente,der Bcystand am Kranken, und Sterbebette, dieAufsicht und Besuche der Schule, die freundlichenBesuche der Hauser seiner Gemeinde, das täglicheüllerhciligste Opfer, unablässlichcs Gebeth, Bestra-fung herrschender Mißbräuche und Laster in der Ge-meinde , fortgesetztes Studium und Lesen, Samm-lung seines Geistes, und Leben für sich selbst, daß,sage ich, alle diese Geschäfte, ein möglichst unzer-strentes >— durch keine Sorgen für Weib und Kin-der darnieder gedrücktes Gcmükh, — eine von un-reinen Bildern freye Seele, — einen Geist, dersich leicht zur Betrachtung erhabener Wahrheiten,zn himmlischen Dingen, zum Gebtthe in jederStunde erschwingen kann, — einen nicht schlaffenKbrper, — einen zu jeder Stunde des Tages undder Nacht freuen Mann, — eine» heiligen Be-wahrer des Anvertranten im Beichtstühle, — einenunabhängigen furchtlosen Verkündiger des göttliche»Wortes, einen Herrn seiner von AmrSgeschafre»freuen Zeit, -- unumgänglich erfodern.
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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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