Druckschrift 
Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
Entstehung
Seite
78
Einzelbild herunterladen
 

Prmrip herkommende Sache zu lästern; daun dieJungfrau s ch a ft für unnatürlich, gesundheits-widrig , und als eine altmodische Pedantercv ( wieselbst der protestantische Herr D. Hnfcland klagt *)zu verschrcyen. Luther n war cs Vorbehalten, dieJungfrauschaft nicht nur in sehnlntzigen Ausbrüchenlächerlich zu machen, scin Gelübde derselben zubrechen, und seine Anhänger zur Nachahmung seinesNcpspiels auszumnntern, sondern auch die Lehre unddas Gesetz Jesu Christi, von der Monogamie durcheine vor ihm unerhörte Handlung zu verdrehen.

«) Kunst das menschliche Leben zu 'verlängern, zweuteAnfl. Jena 1792. ater Theil. S. 120 und 12z. Anm.Diese Handlung bestand darin, daß Luther dem Land-grafen Philipp von Hessen erlaubte neben seinerr c ch tmäßige n Gemahlinn Christina , HerzogGeorgs von Sachsen Tochter, ohne Scheidung derersten Ehe, eine zweyte Gattinn, Namens Mar-garetha von Saale, die bcy seiner Schwester Elisabethz» Rochlitz Hof-Fräulein war, zu heiratben. MitLuthcrn stimmten dafür auch Melanchtho», Bucer undandere Wittenbergische Theologen. Ausführlich be-schreibt diese ärgerliche Sache Vossuet in seinerIlmtoirv dos vor islioris üvs r^1i»cs pnoleatunlos,2tcn Theil, rtem Buch I. 15Z7 —1546. Im sicLcn-zchutcn Jahrhundert entstand auf den protestantischen