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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
Entstehung
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ser) Herrn täglich leichter, wie jede andere Tugend. Im zweyten Falle ist Enthaltsamkeit, wie De-mut!), wie Sanftmut!), wie FeindeSliebe, wie Ge-duld , wie jede Tugend, in einem gewissen Sinneunmdglich. Matth. 25, 2y. Joh. iZ, 46. Gehenwir weiter!

§ IH. Der Cälibat erleichtert demNachfolger Christi das Empor strebenzu seinem höchsten Zwecke, welchesdie Heiligkeit ist.i. Aus der Natur der Sachen.

Der Ehestand erschwert das Geschäft der Heili-gung

». dadurch, daß sein Gebrauch die Seele mitallerley unanständigen Bildern anfüllt, welche, vonder Phantasie ergriffen, nicht nur in Träumen, son-dern de» Tag über, bald unter der Arbeit, baldin Augenblicken der Ruhe, ohne die mindeste Ver-anlassung, durch eine zu erklären unmögliche Jdeen-verbindung, oft (was daö traurigste ist) unter denheiligsten Handlungen der Religion, reproduciert, aufdie abscheulichste Weise versetzt, der Seele vorschwe-ben, und so die lästigste Art von Versuchungenwerden.

K. Im Augenblicke, da der Gebrauch desEhestandes das von den Gegnern des Cälibates s»sehr gerühmte Mittel gegen gewisse sittliche Ge-