Er den Geschlechtstrieb dem freyen Willen desMenschen werde unterworfen haben , und ( wie wirChristen hinzu setze» ) nnsern schwachen Willen mitseiner Gnade unterstützen werde.
Z. Diese Möglichkeit setzet endlich die Lehre Jesu,ausgesprochen und bestätiget durch den Mund seinerKirche, außer allen Zweifel. Nach dieser Lehre istnicht nur Keuschheit eine allgemeine Pflicht,Pflicht den Verehelichten und Unverehelichten; alle,alle werden aufgefordert zu wandeln im Geiste,damit wir die Lüste des Fleisches nicht befriedigen,zu streben nach den Geistesgabcn, zu denen die E n t-haltsamkeit gehöret (Gal. F, 22); zu strebennach Gottes Heiligkeit und Vollkommenheit; nichtnur dieses: sondern allen , die aus der Finsternißzum Lichte durchgedrungen, die den Sinn und dieKraft Jesu, »nsers herrlichen Vorgängers, ergriffen,um seine Lehre zu fassen und „sich selbst zu ver-schneiden um des Himmelreiches willen, " allen diesengilt das göttliche Wort bey Math, -y, 12. „fassetes! " allen wird durch seinen Apostel zugcrufen:,,Verehelichest du dich, so sündigest du nicht; bleibestdu ehelos, so rhust du besser; denn so wirst du mitungetheiltem Leibe und Geiste, heilig an Leib undGeist, für des Herrn Sache, Gottes Reich in dirund andern zu begründen, besser sorgen können"(» Kor. 7.) Und hast du nun um des Himmelreichs