XI
IV. In der Anmerkung auf der Zten Seiteirrte mich das Wort, „Freyheit, das kost-'lichste Gut des Men scheu", auf welcheein edler Jüngling (sagt der Herr Pfarrer H.),der in ein Kloster gehet, auf ewig Verzichtthut.
V. Freyheit! süßes Zauberwort! Räch,sel der Philosophie und Politik! Wort, beyLessen falsch gefaßtem Sinne Millionen Menschenvon dem Pfade des wahren Glückes sich verirrendin Abgründe versanken! Wort, dessen elektrischeKraft in dem Munde des Lucius JuniusBrutus einst die Römer, und in unfern Ta-gen die Feuer - fangenden Gallier in die Fesselnder Ochlokratie, dann in alle Greuel der Anar-chie und der bürgerlichen Kriege mit allen ihrenentschlichen Folgen warf! — Wort, zwar ge-heiligt durch den Mund des Lehrers der Weltund seiner lehrenden Kirche; H aber durch eigen,mächtige Deutung der Schwärmer deS 16 tenJahrhunderts und ihrer Anhänger noch in un-
*) Jvh. 8 , Z2— -z 6 . Gat. 4, ;i. Rom. 8 , r.
2 Kor. z, 17. Jak. i, 25, und a» vielen andern Orten.