Druckschrift 
Einleuchtende medizinisch-philosophische Beweise, daß Jesus Christus, nach der an ihm vollzogenen Kreuzigung, nicht von einer Todähnlichen Ohnmacht befallengewesen, sondern wahrhaft gestorben u. darauf von den Todten wieder auferstanden sey : allen Verehrern des wahren Christenthums zugeeignet
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

29

gen, nicht zn sehr zu erschüttern und zu ver--wunden.

Da man ihn als einen Hochverräter ander mosaischen Religion und dem Staateanklagte; so hielt man sicher sein Verbrechenfür das allerschwcrste: man hieng ihn daherin die Mitte zmeyer Mörder; und um ihmdie Schrecken der martervollen Kreuzigungam tiefsten fühlen zu lasse«/ nahm mansie an ihm sehr glaulich am letzten vor; da-mit er zuvor Zuschauer dieser unmenschlichenOperation bey seinen Unglücksgefährten seynmußte.

Von barbarischen Henkersknechten laßtsich wohl nicht vermuthen, daß sie zurAnheftung der Hände und Füße sehr scharfgeschliffene und genau zugespitzte eiserneNägel genommen haben '). Man wirddaher sicher die Wahrheit nicht verletzen,wenn man vorausseßt, daß sie sich hierzustumpfer, plumper, und vielleicht gar rosti-ger Nägel bedienten.

i) Wunden mit sehr scharf geschliffenen feinenInstrumenten gemacht, schmerzen bey weitennicht so sehr, als mit stumpfen und grobenInstrumenten. Daher es eine angelegeneSorge geschickter und humaner Wundärzteist, sich vorzüglich scharfer und kunstmaßiggeschliffener Instrumente zu ihren Opera-tionen zu bedienen.