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eingaben. Sie hatten einen seiner Schülerzum niederträchtigsten Verrath durch er-bärmlichen Lohn verführt. Wie mußte diesden edlen Lehrer der Humanität kümmern!Sie nahmen ihn, mit Lanzen und Dolchenbewaffnet, als wäre er ein Mörder, gefan-gen, und schleppten ihn gefesselt wie dengrößren Missethäter. Wie mußte dies denfeurigsten Menschenfreund, der täglich undöffentlich im Tempel die zarteste Menschen-liebe und das strengste Recht gelehrt hatte,betrüben! Bey solchen Schrecknissen flohenseine furchtsamen Jünger und Freunde undverließen ihn; und Petrus, auf dessen Fel-sen er seine Gemeinde bauen wollte, wargar so feige, ihn zu verleugen. Mit welchemKummer mußte dies seine zarte Seele erfül-len! Da er dem hohen Rathe, welcherihm schon längst den Tod geschworen hatte,und ihn bloS zum Schein verhörte, ohneRückhalt und freymüthig antwortete, schlugihn, den unbeflecktesten und heiligsten derMenschen, welcher je diesen sündenvollenErdball betreten hatte, ein feiler Sklaveund Schmeichler des Hohenpriesters in'sAntlitz. Um ihn mit einigem Scheine vonRecht hinrichten zu können, stellten sie be-stochene, falsche Zeugen gegen ihn auf.Als er die an ihn gemachte Frage bejahete,er sei) der Weltheiland und er hinzufügte,