ee werde über ihre Ränke triumphircn, nann-ten sie ihn einen Gotteslästerer-, und ver-dammten ihn fiugs zum Tode. Jeßt ver-spotteten sie ihn, spiehen ihn in sein un-schuldövolles Angesicht und schlugen ihn mitgeballten Fausten.
Um einen Scheingrund zu haben, ihnbey dem römischen Statthalter anklagen zukönnen/ erdichteten sie, er sey ein Aufrührer.Er, der ausdrücklich gelehrt hatte, mansolle dem Kaiser geben, was des Kaiserssey, und Gott, was Gott- gebühre, undsein Reich sey nicht von dieser Welt. Undobwohl Pilatus nicht die mindeste Schuldauf ihm lastend fand, so war er doch nie-derträchtig und feige genug, ihn auf dieschimpflichste Art verhöhnen, geissel» undkreuzigen zu lassen; um den Juden gefälligund sicher gegen ihre Anschwärzungen beydem mißtrauischen Kaiser Tiberius zu seyn.
Man nöthigte ihn, das Kreuz, woranman ihn vollends morden wollte, selbst ausder Stadt Jerusalem auf den Calvariberg§u tragen. Da er aber, durch moralischeund körperliche Mißhandlung schon halb zuTode gemartert, unter der Last des schwerenHolzes niedersank; so zwang man den Simonvon Cyrene, es für ihn zu tragen. Aufder Mordstätte gegen 9 Uhr des Morgens