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sicht der Sittlichkeit ganz andere, den Ver-stand und das Herz tief rührende und er-schütternde, Dinge lehrte, als sie; so wares kein Wunder, daß er die Priester, Pha-risäer, und Saducaer, welche sich bey derUnwissenheit des Volks sehr wohl befanden,gegen sich reizte, und da er ihre Jrrthümcr,und Heuchelei) ohne Hehl öffentlich aufdeckte,daß sie auf seine und seiner Lehren Vertil-gung sannen. Sie hofften mit schlauer List,wenn sie ihn auf die ehrloseste und schmach-vollste Art aus dem Wege räumten, daßnicht allein er, sondern auch seine Lehren sogebrandniarkt würden, daß das Andenken anbeyde dadurch mit einem Schlage gänzlichverwischt werden müßte. Daher brachtensie es dahin, daß er am Kreuze sterbenmußte; da man nur Sklaven und die gröb-sten Verbrecher durch den Kreuzestod be-strafte.
Endlich gelang ihnen das Bubenstück,ihn in ihre Gewalt zu bringen, indem sieeinen seiner vertrautesten Schüler bestachen,damit er ihnen den Ort «»zeigte, wo er sichdes Nachts aufhielt.
Von jetzt an übten seine wilden barbari-schen Feinde jeden Frevel imd jede Bosheitgegen ihn aus, die jüdische Tücke undhöllische Rache ihren schwarzen Seelen nur