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Der erste Schritt zur künftigen Vereinigung der katholischen und der evangelischen Kirche
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II

auswerfen, die Meynungen der Gelehrten darübersammeln, und sie dann der Kirche vorlegen. Dießwäre mein Rath für Katholicken. Für Proie-stanten will ich keinen Vorschlag thun. Beyihnen ist die Sache ohnehin nicht so vielen Schwie-rigkeiten unterworfen, weil sie keinen lebendigenGlaubenSrichter erkennen.

i z. Die allererste Preißfrage müßte diese seyn:

Läßt sich die Unfehlbarkeit der römisch-katholischen Kirche, und wie läßt sie sichbeweisen? Was bat sie für Gränzen?Unter was für Vedingnissen wird sie

ausgeübet? Niemand wird ein gründlicherKatholik seyn, der nicht von der Unfehlbarkeitseiner Kirche überzeuget ist. Giebt es also einenBeweis für die Unfehlbarkeit, so muß er allen-angemessen, kurz, und deutlich seyn. Ich würdeverlangen, daß dieser Beweis I. nicht über sechsBogen im Drucke ausmachte. II. Man solltevoraussetzen, daß wir unsre bisherigen Beweiseund die Antworten der Protestanten darauf schonwüßten, und also nicht unsre Theologen aus-schreiben. Kann man unsern Schriftbeweisen,die wir bisher angeführt, keine andre Wendunggeben, so beweisen sie wahrhaftig nichts.

14. Derjenige Beweis, der den Preiß er-hielte, würde alsdann den Protestanten zur Be-antwortung ausgeschlossen, und etwan auch ihrerAkademie übergeben. Es müßte endlich doch

ein-