i;8 Siebentes Sendschreiben
wohl die angenehmen Buche unscrs lieben Gel-lecrs mit Stillschweigen übergehen? Seinepraktische Abhandlung von dem guten Gcschmackein Briefen, ist unvergleichlich.
Sie werden ohne Zweifel die
e'/ * ) kennen: Sie verdienen
wenigstens von Ihnen gekannt und gelesen zuwerden. Die Frau Novcr, welche die Ver.fafferin, oder doch die Herausgeberin davon ist,erzählet in diesen Briefen viel Merkwürdiges,das die Sicken der französischen Nation, undinsonderheit den berühmten Hof Ludwigs desXIV. betrifft. Sie sind, wenn ich die letztenzwei) Thcile auSnehme, für alle Leser gleich an«genehm geschrieben. In den kleinen Crzästlnn«gen kömmt viel Scherzhaftes vor, und über«Haupt ist alles nach dem Geschmack zwocr ani«gen Freundinnen, welche Geist genug habenBriefe zu schreiben, die des Drucks wertst sind.Die Briefe des LcUegarde gehören grölten«thcils unter die gelehrten: doch können auch
Ungelehrte viele gute Anmerkungen daraus >er.nen. Die Morale, welche ihr gröftes Ver«
dienst
*) Sie sind in ir. in sechs Theilen herausgekom-nien. 1707.