146 Siebentes Sendschreiben
Satyre keinen unglücklichen Anfang machte, hatzuletzt ihren Charakter verlassen, und zu pcrsön.lich getadelt.
Die Erziehung der Jugend ist allemal einwichtiger Punkt der Morale und des guten Ge.schmacks gewesen. Man hat ausser den Wo.chcnblättcrn, Wonathschristcn, und dergleichen aucheine Menge anderer Bücher davon, die diese Mate,rie ausführlich abgchandelt haben, oder doch abhan-dein wollen. Ich will einige nennen, welche bishernoch den Prciß behalten haben, als Locks Auwei,sung zu der Kinderzucht, Fenelons Abhandlungvon der Erziehung der Töchter, die unvergleichlichenBetrachtungen über eben diese Materie von derFrau von Lamberr; wie denn auch die Arbeitdes Hrn. Lrousaz ihr Lob verdienet. Hr. Ju-sit, der itzt als Professor am Thercsiano zuWien stehet, hat schon vor einigen Jahren ei-ne Bibliothek oder Sammlung von allen Schrif.len, die man darüber herausgcgeben, verspro.chen. Allein mich deucht, cs ist gut, wenndie Arbeit liegen bleibt, wie es das Ansehenhat; denn wenn alle diese Sachen auch nochso schön zusammcngcdruckr werden, so muß dochder Leser nicht nur viel cinerlcy, sondern auchViel Schlechtes mikbezahlen. Vesser wäre es,
wenn