von dem guten Gefthmaek. 14z
men Werke der Frau von Lamberr *) werden ei«nen zärtlichen Leser ohnfchlbar vergnügen: undsie vergnügen nicht nur; sie unterrichten auch.Die kleinen moralischen Schriften, die unsj?ecc;ucrö und tNoncrrss scharfsinnige Federnliefern, wie z. E. die c/e des letzteren,sind voller Vernunft und Witz. Die O/e?/o-des Hrn. von Fcnclon unddes Hrn. von Fonrcnclle werden niemals ihrenWerth und folglich auch nie ihre Hochachtungverlieren. Lueian hätte von dieser Seile nichtschöner nachgeahmct werden können. Ich mußhier ein klein Scholion für die deutsche Gesprä.che im Reiche der Todcn machen. Die mei.ften, ich fürchte gewiß keinen Widerspruch , sindso trocken, so steif, so unnatürlich geschrieben,daß man sie im Ernste, tode Gespräche nen.nen kann. Eö scheint, als ob die Sucht einwenig nachgelassen hatte, mit dieser Erfin-düng zu wuchern: Man hat ohne Zweifel demPublica einen Eckel vor den elysäischen Feldernbeygebracht, darum so viel unwitziges Zeug undoft so viele Lügen gesprochen worden; aber ichdenke noch immer, daß der Zufall einmal un-vermuthet wiederkömmt, wenn der Geschmackdurch das Rad der Veränderungen wieder aufdiese Stelle gebracht wird; und dann wird man
noch
*) Sie sind zu Lausanne 1747. herausgekeniinen-