i4o Siebentes Sendschreiben
nach einer so strengen Methode, als der Philo,soph sein Lehrbuch schreibt. Ich habe sie nichtgar zu füglich in einen der vorhergehenden Brie,fe bringen können, weil ich mich zu genau nachden Materien richten wollte, und cs hat mirkeine Aufschrift bequemer geschienen, worunterich diese Bücher setzen könnte, als der gute Ge«schmack. Ich vermuthc von Ihnen keine Ein-Wendung dagegen: Sic sind zu vernünftig, alsdaß Sie mir sagen sollten, eö folge daraus, daßdie vorigen Bücher nicht zum guten Gcschmackegehörten. Wann sie ihrem Wesen nach dazugehören: so gicbt es doch noch eine Art vonBüchern, denen er insbesondere, nach einer ge.wissen cingcführtcn Bedeutung dieses Wortes,zukömmt, und welche unter keinen besseren all.gemeinen Begriff können gebracht werden. Un. lter dem guten Geschmack begreife ich das Schö« ^ne und Nützliche zusammen; das, was den ^Menschen nach den verschiedenen Aussichten seinesLebens würdig vergnügen und ihm Nutzen schassenkann.
Ich will Ihnen nichts sagen von dem Sene.ca, Markus Aurelius, Lucian, Plutarch undandern mehr. Diese Schriften gehören unter !die klaßischcn Autoren, und werden auch ohne ^meine Anpreißung Ihr öfteres Vergnügen aus.machen.
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