1 z 8 Sechstes Sendschr. von der Bernds.
de durch den Druck verdürbe, und sehr viel von ih.rem Werth vcrlöhrc.
Es fehlet uns nicht an einer grossen Mengevon Schriftstellern, die uns noch immer mitPredigten versorgen, unter welchen man zuwci-len einige gute Stücke antrist't. Man hat eineSammlung auserlesener Kanzclredcn, worinneinige sehr schöne Vorkommen: Aber im Ganzenweiß ich nichts mehr zu nennen, und wenn icheinige sollte vorbeygegangen haben, die in die.scr Klasse ein Recht haben, zu stehen ; so will ichden Fehler gerne auf den Mangel meiner Kennt-nis nehmen. Ich glaube noch itzo das, was ichschon lange geglaubt habe, daß noch hier und daeben so viele, und wer weiß ob nicht mehrere, gros-se Redner und Dichter im Verborgenen leben,die uns nicht bekannt sind, als die, welche wirkennen. Eö ist schade, daß diese nicht alleindas Recht, so wie die Verbindlichkeit haben, zuschreiben; denn die meisten haben wohl keinenBeruf dazu, und sind mehr als zu oft solche Leu-te , welche zwar Verdienste haben können, die abergar nicht schreiben sollten. Allein was sagtBoileau:
- - - W-rett« s ee met/e»'
rmFunement c/e /'encr'e et ASF/iV.
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