n4 Fünftes Sendschreiben
für ganz vollkommen und fchlerfrey erklärenkann
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Und mich deucht, so muß ein jeder sagen, dernicht den Milkon nur blos seiner Eitelkeit zu Lie.be angreifcn oder verthcydigen will. Es wäre§u wünschen, daß man eine bessere deutsche Ue.bcrsetzung davon hätte; denn die bisherigen sindeben nicht sehr geschickt, einem deutschen Leser, derkein Englisch versteht, den Milton auf seinerschönsten Seite zu zeigen.
Ich komme gleich auf den Messias, weil mandiesen für eine Nachahmung des Miltons gchal.tcn hak. Hr. Zxlopftock, der Verfasser die.ses schönen Gedichts, konnte keinen erhabenemGegenstand seiner Muse wählen, als den er ge.wählt hat; und die ersten fünf Bücher, die wirerhalten haben, geben uns die wahrscheinlichsteVermuthung, den angenehmsten Vorschmack,daß er ihn glücklich ausführcn werde. Die Be-schuldigung, daß er den Milton zu sichtbar nach,gcahmct habe, fällt weg, wann man im Stan-de ist,eine Vergleichung zwischen diesen zweenDichtern anzustellen. Die meisten machen sievom blossen Hören sagen; und cs kömmt mireben so vor, als wenn man sagte, er habe den