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Critischer Entwurf einer auserlesenen Bibliothek für den Liebhaber der Philosophie und schönen Wissenschaften : in einigen Sendschreiben an einen Freund
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vor: der Dichtkunst. 97

schmacks ausmacht. Es hat von einer jedenParlhey Uebcrlaufcr gegeben, und die Heldenstehen noch auf dem Kampfplätze. Wenn manvon der einen Seite weniger Eigenliebe für vcr«schicdene Meynungey, und von der andern Sei.te mehr Bescheidenheit gebraucht hatte; so wä-re vielleicht eine Vereinigung möglich gewesen,die man sich nun von bcydcn Seiten immcvschwerer gemacht hat. Ich will cs hier nichtunternehmen, den Ursprung, Wachöthum undFortgang eines Streites zu erzählen, der seineeigene ausführliche Geschichte verdient, und diewirklich allen Kennern der schönen Wissen,schäften sehr angenehm seyn würde; aber siewüste von einer so geschickten als unparrheyischcnFeder geschrieben seyn. Ich begnüge mich nurzu sagen, daß die Gotkschedische Dichtkunst,ohngeachtet der Beurtheilungcn des Hrn. Prof.Meiers, noch immer Hochachtung verdient. Sieist die erste, die Deutschland gesehen, und hatohne alles Widerreden viel Gutes gestiftet:Sic wird sich ganz gut mit der Dichtkunst desHrn. Vreitingers in unfern Bücherschränkenvertragen; und wenn sie im Anfänge zu sehrerhoben worden , so muß sic darum nicht zu sehrgeradelt werden: Eine Ausschweifung ist so un.billig, wie die andere. Ausser diesen erwähntenAnleitungen muß ich doch noch ein paar Schrif.

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