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Critischer Entwurf einer auserlesenen Bibliothek für den Liebhaber der Philosophie und schönen Wissenschaften : in einigen Sendschreiben an einen Freund
Entstehung
Seite
56
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5§ Zweytes Sendschreiben

Geschichte der Deutschen *) wird geliebt, ober gleich viele Muthmassungen hcrcinbringt, dienicht ein jeder Leser wird verdauen können. Es istschade, daß GlMdling seinen Entwurf einesCollegii über die gelehrte Geschichte nicht aus«führlich ausgcarbeitct hat. Dieser Mann hat.te nicht nur eine grosse Kenntnis in diesemTheile der Gelehrsamkeit, sondern auch den leb. !haften Witz und das scharfe Unheil, das zu ,recht brauchbaren Büchern von der Art nöthig ^ist. Er hat uns durch ,dcn Anfang seiner Histo.rie der Morale, davon eine feine Probe ge.wiesen. Man hak sein Collegium oder seinenDiseurs über den obigen Entwurf gedruckt: ^

Aber ohngcachtct man Gundlingcn darinn crken. >.«et; so werden doch alle Liebhaber der gelehrtenGeschichte bcdauren, daß er nicht selbst die letz,te Hand an dieses Werk geleget hat. Man weiß,was cs mit denen Büchern zu bedeuten hak, diegröstenthcils aus nachgeschriebcnen Heften ge.druckt werden. Bernhards kurzUfaßre cu- !riöfe Historie der Gelehrten * *) gefällt mir i

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Äst »u Halle in 6 . Oetavbanden ans Licht ge-' treten. Die catcchctische Methode, deren sichder Verfasser bedienet har, kann vielen Lesern nichtgefallen.

ffrankfurth, ,718.8. Es sind fast lauter gesamm-lete Anekdoten von Gelehrten, und man darf indem Buche keine chronologische Ordnung und weit-läuftige Schriften-Verzcichnisse suchen.