von den schönen Wissenschaften. ZZ
neueren Gelehrsamkeit zu führen, und man müstealso billig kein Hauptwerk daraus machen, wie die.jenigen thun, die ihre halbe Lebenszeit darüber vcr«schwenden, ohne klüger oder gesitteter zu werden ;und man kann uns auch überdas die Erlernungder Sprachen leicht machen, wenn man es nurrecht anzufangcn weiß. Ein Mensch, der nachdem heutigen Zustande der Gelehrsamkeit, in denschönen Wissenschaften sich weit umsehen will, mußaußer der griechischen und lateinischen Sprache,auch die deutsche, französische, italianische und cngli.sche Sprachen sich wohl bekannt machen; bcson.dcrs aber muß ec die Sprache seines Vatcrlan«des, worinn er denkt und am meisten schreibt undspricht, in aller ihrer Rcinigkeit und Zierde wissen.Der Einwurf, daß man die guten Schriften derAusländer auch in der Ucbcrsetzung lesen könne,taugt nichts. Denn ausserdem, daß dieses nichtbcy allen Schriften einlrifft, welche lesenSwerthsind; so ließt man auch allemal das Original mitgrösserem Eindruck und folglich mit größeremNutzen: Man empfindet alle seine Schönheitenbesser. Ich vcrwerssc nicht alle Ucbcrsctzungcn.Es giebt oft solche, die mit guten Anmerkungen desItcbersetzcrs versehen, die nach dem Sinne des O«riginals schön übersetzt sind, und die man sich auchgemeiniglich wohlfeiler anschassen kann, als die O«riginalc u> s. w. Allein die recht guten Ucbcrsez.
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