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rem; aber doch nicht unreiner, als die Reime ini und ü, in ei und cu, u. s. w., die sich unsere cor-rcctcsten Dichter gestatten, und wegen des großenReimmangels in unserer Sprache gestatten müssen.Der Declamator wird daher dem Dichter in solchenFällen zu Hülfe kommen müssen, und durch Senkungdes einen und Erhebung des andern die Töne ingleiche Horizontal-Flache zu bringen suchen müssen,und dies geht, wenn mau nicht auS CHicane grimassirt,sehr gut an. Der Declamator wird also das blähnnicht mit weit aufgcrifscnem Munde heraus blähken,so wenig als das schön mit ganz zirkelrundcm Mundeheraus blöken. Indessen gegen einen Dichter, dercs hoffentlich gezeigt hat, wie hoch er auf Nichtig-keit und Wohlklang des Reimes, wie der Vcrsisi-cation, vielleicht geflissentlicher hält, als irgend einanderer, und der sich nicht zu viel anmaßt, wenner in diesem Stücke ziemlich unter den Ersten un-seres Vaterlandes mit zu stehen glaubt, gegen einensolchen Dichter soll Herr Schiller ganz Recht haben.Wo dergleichen sogar verzeihliche Flecken nur eini-ger Maßen, ohne etwas zu verderben, haben weg-geschafft werden können, da ist es sehr gern geschehen.
Wenn übrigens dieses Lied sonst nur, wie HerrSchiller selbst cingestchen muß, lieblich gesungenist, so wollen wir es gut seyn lassen, daß einZaubcrblümchen an der Brust kein ganz würdigesund eben auch nicht sehr geistreiches Symbol derBescheidenheit, daß es, frei heraus gesagt, Tän-delei ist. Es ist also kein würdiges, aber doch