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1 (1844) Gedichte
Entstehung
Seite
523
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Morgen liebe, was auch nimmerNoch geliebet hat zuvor!

WaS geliebt hat längst und immer,Lieb' auch morgen nach wie vor!

Schon durchwallt die frohen Haine,Die berufne Nymphcuschaar.

Amor flattert mit; doch KeineNaht sich ihm und der Gefahr.Nymphen, die sein Köcher schreckte,Wißt ihr nicht, was ihm gescheht:,Daß er heut die Waffen streckte,

Daß er heut muß wehrlos gehn?Unverbrüchliche GesetzeWollen, daß sein Bogen heutKeiner Nymphe Brust verletze.Aber, Nymphen, scheut, o scheutIhn auch nackt! Er überlistet,

Er verletzt euch Mädchen doch!

Denn den Waffenlosen rüstetSeine ganze Schönheit noch.

Morgen liebe, was auch nimmerNoch geliebct hat zuvor!

Was geliebt hat längst und immer,Lieb' auch morgen nach wie vor!

Nymphen, rein wie du an Sitte,Sendet, keusche Delia,

Sendet dir mit sanfter BitteVenus Amathusia!