447
Tief herab der Gloä' und Orgel Klang,
Ties und bis zu dumpfem GrabgcstvhncSilberhellen Feld - und Waldgesang.
Dennoch muß ich hier nun ewig weilen,
Ewig zwischen Gott und dir mein HerzPeinlich in der bangen Ode thcilen.
Nur der Tod bricht endlich meinen Schmerz.
Und auch dann zerfällt mein Staub hier, zwischenAusgelöschtcr Herzen Aschenrcst;
Bis ihn, frei zum deinen ihn zu mischen,
Die Natur den Winden überläßt.
Ha! Verworfne, die so hoch vermessenAn der Hand den Brautriug Gottes trägt,
Doch im Herzen, gott- und ehrvergessen,
Eines Mannes Bild und Liebe hegt! —
Hilf mir, Himmel, wider meine Fehle! —
Doch — was preßte diesen Rnf mir aus?
Hauchte Frömmigkeit aus tiefer Seele,
Oder stieß Verzweiflung ihn heraus?
Hier noch, wo ihr Haupt in dichten Schleier-Kalte Keuschheit birgt, noch hier sogarFinden für ihr scheltcnswerthes Feuer-Lieb' und Wohllust Tempel und Altar.
Büßen sollt' ich zwischen diesen Mauern;
Doch vergebens winket mir die Pflicht.
Den Geliebten kann ich wohl betrauern,
Aber das Vergehn der Liebe nicht.
Immer blick' ich's an, und immer lodert