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1 (1844) Gedichte
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Gegen Liebe, welch ein leerer Tand!

Den Betrognen, die der hcilgen LiebeNicht um ihretwillen nur sich wcih'n,

Haucht sic rächend ungestüme TriebeZur verdienten Scclenmarter ein.

Werfe sich der ganzen Welt GebieterHuldigend zu meinen Füßen hin:

Stolz verschmäh' ich ihn und alle Güter,

Wenn ich nur des Liebsten Holdinn bin.

Fällt dir sonst ein Name, mich zu zieren,

Freier, süßer noch, als Holdinn, ein:

O, so laß, Geliebter, mich ihn führen,

Laß mich dir, was er bedeutet, seyn!

Welch ein selig LooS, wann Seel' und SeeleSich einander zieh'n durch eigne Kraft,

Und, nur folgsam der Natur Befehle,

Liebe Freiheit, Freiheit Liebe schafft!

Allbcsitzcnd immer, allbeseffenLabet Eins am Andern sich alsdann.

Keine der Begierden darbt vergessen,

Die sich nicht in Fülle weiden kann.

Der Gcdank' erahndet den Gedanken,

Ehe noch die Lipp' ihn offenbart;

Kaum entschlüpft der Wunsch des Herzens Schranken,Als sich schon Erfüllung mit ihm paart.

Bild der Seligkeit! Wenn auch hicnicdcnKeine Wcltcrfahrung sonst dir glich:

UnS war deine Wirklichkeit bcschicdcn;

Selig waren Abclard und ich.