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1 (1844) Gedichte
Entstehung
Seite
441
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Der mm schmeichelnd nur m Ang' und Seele,Wie ein Tag dcü Paradieses, fiel.

Arglos blickt' ich in die sanfte Klarheit,

ArgloS lauschte dir mein offnes Ohr;

Doppelt wahr kam jedes Wort der WahrheitMir ans deiner Honiglippe vor.

Wer die Lehre solcher Lippen höret,

O, der glaubt, von jedem Zweifel frei!

Nur zu bald ward ich durch sie belehret,

Daß die Liebe keine Sünde sey.

Wiederkchrcnd aus des Himmels HöhenIn der Erdenwouncu Region,

Wünscht' ich keinen Gott in Dem zu sehen,Den ich liebt' als holden Erdcnsohn.

Wirr' und dämmernd, wie ein Traumgcwimmcl,Schwebte fern der Engel Lust mir vor;

Und ich gönnte Heiligen den Himmel,

Den ich gern um Abelard verlor.

O, wie oft, zur Sclavcrei der EheDurch den Spruch gestrenger Zucht verdammt,Nies ich über jede Satzung Wehe,

Welche nicht von freier Liebe stammt.

Freie Liebe bebet vor den SchlingenFesselnder Verträge scheu zurück.

Schnell entfaltet sie die leichten Schwingen,

Und entflicht im ersten Augenblick.

Immer folge der vermählten DameNcichthnm, Pomp und hoher Ehrcnstand;

Hehr und unbescholten sey ihr Name: