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Nach dem Einen seligen Geschäfte:
Lesen nur und weinen wollen sie.
Thcile denn dein Weh mit meinem Herzen!
Wcigre mir sic nicht, die bittre Lust! —
Thcilcn? — O, zu wenig! — Deine SchmerzenAlle, alle schiitt' in meine Brust! —
Traun, ein Gott war's, welcher Schrift und SiegelFür ein armes Liebespaar erfand;
Für das Mädchen hinter Schloß und Riegel,
Für den Jüngling, weit von ihr verbannt.
Briefe leben, athmcn warm, und sagenMuthig, was das bange Herz gebeut.
Was die Lippen kaum zu stammeln wagen,
Das gesteh'» sic ohne Schüchternheit.
Daß im Gram sich Herz an Herz erhole,
Herz von Herz getrennt durch Land und Meer,Tragen sic vom Indus bis zum PoleDienstbar auch den Seufzer hin und her.
Mann, du weißt, wie schuldlos ich entbrannte,Als, besorgt vor jungfräulicher Scham,
Deine Liebe, die sich Freundschaft nannte,
Leise mich zu überflügeln kam.
Nicht als Einen von der Erde Söhnen,
Nein, als Ersten aus der Engel Schaar,
Als das Urbild des UncndlichschöncnStellte dich die Phantasie mir dar.
SüßcS Lächeln, daß der Sieg nicht fehle,
Milderte dcö Glanzes Flammenspicl,