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Doch stärkte kein Schlaf sie von Abend bis früh.Schwer abgemüdet, ün SchwalleVon ängstlichen Träumen, erschütterten sieDie Schläge der Glockenuhr alle.
Früh that ihr des Hirtenhornes GetönIhr Elend von nenen zu wissen.
„O wehe! Nun Hab' ich nichts aufzustehn!" —
So schluchzte sie nieder in's Küssen.
Sonst weckte des Hornes Geschmetter ihr Herz,Den Vater der Güte zu preisen.
Jetzt zürnet und hadert' entgegen ihr SchmerzDem Pfleger der Witwen und Waisen.
Und horch! Aus Ohr und auf Herz, wie ein SteinFicl's ihr, mit dröhnendem Schalle.
Ihr rieselt' ein Schauer durch Mark und Gebein:Es dünkt' ihr wie Brüllen im Stalle.
„O Himmel! Verzeihe mir seglichc Schuld,
Und ahnde nicht meine Verbrechen!"
Sic wähnt', cs erhübe sich Gcistcrtumult,
Ihr sträfliches Zagen zu rächen.
Kaum aber hatte vom schrecklichen TonSich mählich der Nachhall verloren,
So drang ihr noch lauter und deutlicher schonDas Brüllen vom Stalle zu Ohren.