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Er kam in Mantel und Kappe vermummt,
Er kam um die Mitternachtöstunde.
Er schlich, umgürtet mit Waffen und Wehr,
So leise, so lose, wie Nebel, einher,
Und stillte mit Brocken die Hunde.
Er schlug der Wachtel hell gellenden Schlag,
Im Weizenfeld hinter dem Garten.
Dann lockte das Nachtigallmännchcn die Braut,Mit lieblichem kies anfflötcndcn Laut;
Und Nööchcn, ach! — ließ ihn nicht warten. —
Er wußte sein Wörtchen so traulich und süßIn Ohr und Herz ihr zu girren! —
Ach, Liebender Glaube ist willig und zahm!
Er sparte kein Locken, die schüchterne SchamZu seinem Gelüste zu kirren.
Er schwirr sich bei Allem, waö heilig und hehr,Ans ewig zu ihrem Getreuen.
Und als sie sich sträubte, und als er sie zog,Vermaß er sich theuer, vermaß er sich hoch:
„Lieb Mädel, cs soll dich nicht reuen!"
Er zog sie zur Laube, so düster und still,
Von blühenden Bohnen nmdüstet.
Da pocht' ihr das Herzchen; da schwoll ihr die Brust;Da wurde vom glühenden Hauche der LustDie Unschuld zu Tode vergiftet. —-